Viel mehr als nur ein Außenbüro

MPDV wächst in den USA stark. In den vergangenen vier Jahren hat sich die Mitarbeiterzahl verdoppelt und der Umsatz vervierfacht. Grund genug, sich den Standort einmal genauer anzuschauen.

Amerika gilt als das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Mit seinen 50 Bundesstaaten, der unendlichen Weite und den unterschiedlichen kulturellen Einflüssen ist das Land ein echter Schmelztiegel.

Als Stefan Loelkes vor vier Jahren von Deutschland für MPDV in die USA ging, begrüßten ihn am Standort in Chicago zwölf Mitarbeiter, die das Manufacturing Execution System (MES) HYDRA in dem riesigen Land bekannt machen sollten. Damals bestand das Team hauptsächlich aus Deutschen, die den Sprung über den großen Teich gewagt hatten. Mittlerweile beschäftigt MPDV in den USA doppelt so viele Mitarbeiter, und das Team ist bunt gemischt.

„Aktuell sind wir dabei, den Standort auszubauen und neue Märkte zu erschließen, schließlich möchten wir unseren Wachstumskurs fortsetzen.“

Stefan Loelkes, CSO für MPDV in den USA

„Wir haben Amerikaner, Mexikaner und Deutsche an Bord. Das ist auch gut so. Schließlich sind unsere Kunden von Kanada über die gesamten USA bis nach Mexiko und Costa Rica verteilt“, sagt Loelkes, der als CSO die Bereiche Vertrieb und Marketing für MPDV in den USA verantwortet. Gemeinsam mit COO Keith Spayth leitet Loelkes die Geschäfte in den USA. Die beiden bilden die deutsch-amerikanische Doppelspitze am Standort und treiben die Themen voran.

„Keith und ich ergänzen uns sehr gut. Er weiß als Amerikaner genau, worauf unsere Kunden Wert legen. Ich bringe die deutsche Sichtweise ein und habe den Blick für den Markt“, sagt Loelkes. Als COO ist Spayth verantwortlich für das operative Geschäft und zuständig für die Bereiche Consulting, Projektmanagement, Support, das Trainingscenter und die Finanzen. Seit November 2016 arbeitet er für MPDV. In dieser Zeit hat er neue organisatorische Strukturen aufgebaut und das Team geformt. „Das war eine spannende Zeit, in der wir viel bewegt haben. Wir haben die Weiterentwicklung unserer Projektmanagement- und Beratungsteams vorangetrieben“, so Spayth.

2016 wagte Stefan Loelkes mit seiner Familie den Schritt über den großen Teich und ging für MPDV in die USA. Als CSO verantwortet er die Bereiche Vertrieb und Marketing.

Mehr als 110 HYDRA-Installationen

Zu den Kunden von MPDV in den USA zählen Automobilzulieferer wie Allgaier, Produzenten von Verbindungs‑ und Sensorlösungen wie TE Connectivity und Spielautomatenhersteller. „Der Markt hier ist riesig, und der Bedarf an Softwarelösungen zur Digitalisierung der Fertigung wächst stetig“, erklärt Spayth.

„Keith und ich ergänzen uns sehr gut. Er weiß als Amerikaner genau, worauf unsere Kunden Wert legen. Ich bringe die deutsche Sichtweise ein und habe den Blick für den Markt“,

Stefan Loelkes

Mehr als 110 HYDRA-Installationen hat das Team von MPDV in den USA bereits realisiert. In den vergangenen drei Jahren hat sich der Umsatz vervierfacht. Aus dem kleinen Außenbüro in Chicago ist ein voll ausgebauter Standort geworden, der die komplette Bandbreite abdeckt. Neben einem eigenen Supportteam, Projektleitern und einem Trainingscenter wird es ab diesem Jahr auch Programmierer in den USA geben, die spezifische Kundenwünsche erfüllen und Anpassungen vornehmen. „So sind wir noch flexibler und können direkt vor Ort reagieren“, sagt Spayth.

Mit einem Mitarbeiter fing alles an

Seit zwölf Jahren ist MPDV in Chicago mit einem Standort vertreten. Firmengründer Prof. Dr.-Ing. Jürgen Kletti entschied sich damals für die Stadt, da hier ein großer Teil der Industrie angesiedelt ist und Chicago für ihn eine der schönsten Städte der USA ist. Mit einem amerikanischen Vertriebsmitarbeiter starteten die Aktivitäten, und 2010 wurde in Orland Park das erste offizielle Büro eröffnet. „Ich kann mich noch genau daran erinnern, wie wir das Büro bezogen haben. Damals war das Team noch sehr klein und bestand hauptsächlich aus deutschen Kollegen. Erst nach und nach kamen weitere Mitarbeiter hinzu und bauten das Geschäft aus“, sagt Kletti. Die ersten Kunden in den USA kamen aus Chicago. Großaufträge von namhaften Firmen folgten 2011.

Kultureller Überraschungseffekt

„Aktuell sind wir dabei, den Standort auszubauen und neue Märkte zu erschließen, schließlich möchten wir unseren Wachstumskurs fortsetzen“, sagt Loelkes, der mit seiner Familie im Norden von Chicago wohnt.

An die kulturellen Unterschiede hat sich der Deutsche mittlerweile gewöhnt. Heute begrüßt er seine amerikanischen Kollegen mit einem freundlichen „How are you?“ am Morgen und erntet dafür hin und wieder überraschte Blicke. Schließlich erwarten Amerikaner das von einem Deutschen nicht. Nur mit den kalten Wintern in Chicago mit bis zu minus 30 Grad konnte er sich bis jetzt noch nicht so richtig anfreunden. Umso mehr genießt er die warmen Sommermonate in der Stadt und erkundet mit seinen beiden Kindern und seiner Frau die schönsten Ecken von Chicago. Für Spayth bedeutet Orland Park Heimat. Er ist hier aufgewachsen und zur High School gegangen. „Ich kenne hier jeden Winkel und mache gerne mit meinen selbst restaurierten Oldtimern eine Spritztour durch die Stadt.“ In seiner Freizeit verhilft er alten Camaros zu neuem Glanz.

Keith Spayth ist COO für MPDV in den USA. Er leitet das operative Geschäft und ist zuständig für die Bereiche Consulting, Projektmanagement, Support und das Trainingscenter.
Marketingteamworldwid

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MPDV Mikrolab GmbH We create smart factories

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