So einfach verbessern Sie das Produktions-controlling

Mitarbeiter, Maschinen und ganze Fertigungslinien: Aus seinem Glaskasten in der weitläufigen Produktionshalle hat Olaf Petereit alles im Blick. Oft genug ist er von hier aufgesprungen und im Stechschritt durch „seine“ Produktion gehetzt. In der kleinen Planungszentrale hat er aufwändig Schichtpläne entworfen und wieder über den Haufen geschmissen. Er hat Aufträge eingetaktet, wegen ungeplanter Maschinenstillstände wieder geändert und die Stillstände auf einer Strichliste erfasst. Und bei all dem hat er ständig seinen Chef im Nacken gespürt, der Zahlen, Daten, Fakten forderte. Doch die konnte Olaf Petereit gar nicht oder nur mit erheblichem Zeitaufwand präsentieren. Aber das alles ist lange her, denn inzwischen ist sein Arbeitsalltag deutlich entspannter geworden – und sein Chef auch.

Daten sauber erfassen

„Wir haben erkannt, wie wichtig es ist, den Schritt in die Fertigungs-IT zu wagen, um als Unternehmen auch in Zukunft bestehen zu können und wettbewerbsfähig zu bleiben“, erzählt Petereit rückblickend und ergänzt: „Dabei war der Einstieg viel einfacher als gedacht“. Zunächst stand er als Produktionsleiter vor vielen Herausforderungen. Eine davon war der in die Jahre gekommene, heterogen gewachsene Maschinenpark und die grundlegende Frage, die er sich stellte: „Ist es überhaupt möglich, das alles in eine moderne Softwarelandschaft zu integrieren?“.

Die Antwort ist so kurz wie einfach: Ja, das geht. Manchmal braucht es dafür nur ein bisschen Fantasie, eine Lichtschranke und eine simple Verbindungsklemme als Konverter. Schon ist es auch an einer weniger modernen Anlage möglich, ein „Produziert“ oder „Produziert nicht“-Signal abzugreifen und in einer Software zu verarbeiten. „Wir waren anfangs ehrlich überrascht als uns die Experten von FELTEN erklärt haben, dass alles viel weniger komplex ist als wir befürchtet hatten und das Manufacturing Execution System alles abdeckt, was wir benötigen“.

Optimierungspotenziale erkennen

Ist erst mal alles angebunden, reicht schon die Information, ob eine Maschine produziert oder nicht aus, um Planungen zu optimieren, Prozesse zu automatisieren und Daten auszuwerten. Wenn in der vordefinierten Zeit kein Produkt die Lichtschranke passiert, deutet dies auf einen Stillstand hin. Dieser wird am Maschinen-Terminal sofort angezeigt: Der Status wechselt von grün auf rot. „So haben wir die Möglichkeit, unmittelbar darauf zu reagieren, den Fehler schnell zu beheben und den Auftrag wieder zu starten. Das ist für uns erst mal das Wichtigste“. Im Hintergrund wird der Stillstand automatisch in der Fertigungssoftware PILOT dokumentiert – mit Uhrzeit, Dauer und Länge. Auch der kürzeste Mikrostopp wird sauber erfasst.

Sobald alles wieder läuft, ruft sich der Bediener den Vorgang am Terminal auf und macht weitere Angaben zum Fehler. Verfügt die Maschine über einen hohen Automatisierungsgrad, klassifiziert die Steuerung die Stillstandsdaten bereits genauer und speichert den Grund des Stillstands automatisch im System ab. Alle Daten werden zentral abgespeichert, jeder Fehler wird akribisch erfasst. Ein Blick in die Daten verrät Olaf Petereit schon frühzeitig, wo es gerade klemmt – er kann schneller reagieren und sein Produktionscontrolling verbessern.

Mehr Daten, bessere Auswertungen

Genauso wie die ungeplanten Stillstände, werden die geplanten Stillstände getrackt. PILOT:PERFORMANCE dokumentiert auch, welche Stückzahl in welcher Zeit produziert wurde – und was das Optimum gewesen wäre. Und zu guter Letzt errechnet die FELTEN Software für jede Maschine automatisch den auftragsbezogenen OEE. „Da braucht man nicht lange danach suchen oder sich kompliziert Zahlen in eine Excel-Tabelle kopieren und dann was ausrechnen. Ich sehe alle Werte übersichtlich auf dem Terminal.“

Mit der Zeit wächst die Datenbasis und erlaubt immer genauere Auswertungen. Dann lässt sich zum Beispiel die Performance gleicher Maschinen miteinander vergleichen und das über Quartale oder ganze Jahre hinweg. Auf dieser Basis lassen sich regelmäßige Optimierungen ableiten: „Wenn wir sehen, dass sich bei einer Maschine die ungeplanten Stillstände häufen, dann können wir der Sache rechtzeitig auf den Grund gehen und quasi aus einem ungeplanten Stillstand einen geplanten Stillstand machen.“ Die Stillstandszeiten werden so kurz wie möglich gehalten, das wiederum steigert die Effizienz.

Auswertungen auf Knopfdruck

Auch jetzt sitzt Olaf Petereit in seinem Glaskasten und hat alles im Blick: Auf einem großen Bildschirm. „Wir haben die Fertigungslinien komplett angebunden, sodass ich im System immer ein Gesamtbild der Produktion sehe. Sobald eine Maschine einen Fehler produziert, kann ich in der PILOT Software gezielt und ohne Umwege nachsehen“. Schichtpläne lassen sich einfach per Drag & Drop planen und umplanen. Alle laufenden und die anstehenden Aufträge für die nächsten Stunden, Tage und Wochen stehen digital zur Verfügung. Am Terminal können Schichtkommentare samt Zeitstempel erfasst werden und sind somit für jeden nachvollziehbar und können nicht verloren gehen.

Alle Leistungsfaktoren werden transparent dargestellt. Das ermöglicht es, kontinuierlich Optimierungspotenziale zu identifizieren, um eine bestmögliche Maschinenauslastung zu erreichen und das Personal effizient einzusetzen. „Uns hat das das PILOT:MES einen gewaltigen Schub nach vorn verliehen. Wir sind besser, schneller und effizienter geworden. Und das kann ich meinem Chef inzwischen auch mit wenig Aufwand beweisen!“ Denn die erfassten Zahlen lassen sich dank PILOT: PERFORMANCE per Knopfdruck in detaillierten Auswertungen und Diagrammen abbilden.

Author: FELTEN GmbH

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