Nutzen Sie heute schon Energiemanagement-Software?

Energiemanagement-Software ist eine geeignete Maßnahme gegen hohe Energiepreise.
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Die besten Maßnahmen gegen zu hohe Energiepreise 

Im privaten Umfeld steht das Thema Energie sparen schon lange recht weit oben auf der Tagesordnung. Spätestens mit steigenden Energiepreisen wird es auch für die Fertigungsindustrie relevant. Nachhaltigkeit ist eher langfristig gedacht und sicher notwendig, doch braucht es auch kurzfristige Maßnahmen. Aber wie schafft man es kurzfristig, weniger Energie zu verbrauchen? Eine Energiemanagement-Software sorgt für Handlungsoptionen. Ganz nebenbei: Bei Energie sprechen wir sowohl über elektrischen Strom als auch Gas und jede andere Form von Energie.

Energieverbräuche kennen

Wissen Sie, wie viel Energie Sie täglich verbrauchen? Wenn ja, dann ist das ein guter Anfang. Wenn nicht, dann sollten Sie das zeitnah ändern. Energieverbräuche konsequent zu erfassen, ist denkbar einfach: Entweder binden Sie vorhandene Zähler digital an oder Sie installieren neue Zähler dort, wo aktuell noch nicht gemessen wird. Die Vielfalt an möglichen Messmethoden und verfügbarem Equipment ist überwältigend – man muss es einfach nur tun. Notfalls kann man vorhandene Zähler auch manuell ablesen und die Werte regelmäßig in ein geeignetes System eintragen. Deutlich zielführender ist es allerdings, die Daten mit einer Energiemanagement-Software automatisch zu erfassen.

Energieverbräuche zuordnen

Im nächsten Schritt sollten Sie identifizieren, wofür Sie Energie verbrauchen. Dabei gilt es herauszufinden, welche Maschinen besonders viel Energie benötigen, ob es besonders energieintensive Aufträge gibt und wo die Energie hingeht, die nicht für die eigentliche Produktion verbraucht wird. Je mehr Zähler und Messstellen sich in Ihrem Unternehmen und speziell in der Produktion befinden, desto besser lassen sich Verbräuche zu Maschinen, Bereichen und auch zu bestimmten Aufträgen zuordnen. Spätestens bei den Aufträgen werden Sie die Unterstützung von Software benötigen, die Ihre Fertigungsabläufe kennt. Üblicherweise ist das ein Manufacturing Execution System (MES). Wenn Sie damit die verbrauchte Energie mit den hergestellten Produkten korrelieren, dann wissen Sie, wofür Sie die Energie verwendet haben.

Energieverbrauch optimieren

Sobald Sie wissen, wie Sie Ihre Energie verwenden, können Sie unnötige Verschwendungen vermeiden. Zum Beispiel können Sie Ihre Produkte mit den Maschinen herstellen, die dafür am wenigsten Energie verbrauchen. Prüfen Sie außerdem, ob sich Maschinen, die Sie gerade nicht benötigen, zumindest teilweise ausschalten können. Oftmals ist die Summe der dadurch eingesparten Energie deutlich höher, als Sie es erwarten. Möglicherweise können Sie auch Energiekosten sparen, indem Sie Ihrer Wartungsstrategie anpassen. Vergleichen Sie dafür den Energieverbrauch der Maschinen im Verlauf eines Wartungszyklus mit dem Verbrauch direkt nach der Wartung. Dies gilt sowohl für den Stromverbrauch von Bearbeitungsmaschinen als auch für den Verbrauch von Gas oder Druckluft. Durch eine kontinuierliche Verbrauchsanalyse können Sie zum Beispiel Leckagen in der Verteilung schneller erkennen. Wenn es um den Energieverbrauch bei hohen Preisen geht, dann zählt jeder noch so kleine Beitrag.

Energieverbrauch planen

Zur Königsdisziplin gehört es, seinen Energieverbrauch im Vorhinein zu planen. Dafür sollten Sie den Verbrauch einzelner Aufträge und Arbeitsgänge kennen. In der Feinplanung sehen Sie auf Basis dieser Erfahrungen, wie viel Energie Sie in einem bestimmten Zeitraum benötigen werden. Durch geschicktes Planen vermeiden Sie zum Beispiel Lastspitzen beim Strom. Außerdem können Sie vorausschauend Energiekontingente einkaufen und so von günstigeren Preisen profitieren. Um Ihren Energieverbrauch zu planen, brauchen Sie ebenfalls Software – hier eignet sich zum Beispiel ein Advanced Planning and Scheduling System (APS). Ganz nebenbei wird Ihr Produktionsalltag damit noch effizienter.

Energiemanagement-Software nutzen

Die Ausführungen verdeutlichen, wie wichtig geeignete Software ist. Im Zug der digitalen Transformation können auch Sie als Fertigungsunternehmen nicht mehr auf Fertigungs-IT verzichten – das schließt Energiemanagement-Software mit ein. Ein MES wie HYDRA X von MPDV gehört in der modernen Produktion eigentlich schon zum Standard – zumindest vertrauen bereits mehr als 1.500 erfolgreiche Unternehmen darauf – viele davon können sich eine Produktion ohne HYDRA nicht mehr vorstellen. Auch in der Planung ist die Komplexität mittlerweile auf einem Level angekommen, dass es ohne Software kaum mehr geht. Das APS FEDRA von MPDV arbeitet perfekt mit HYDRA X zusammen und sorgt so für einen effizienten Fertigungsalltag. Zum Beispiel können die mit HYDRA erfassten Energieverbräuche direkt für die Planung in FEDRA übernommen werden. Andersherum gelangen die in FEDRA eingeplanten Arbeitsgänge automatisch an die richtigen Maschinen und können dort mit Echtzeitdaten aus der Produktion rückgemeldet werden.

Kosten senken trotz steigender Energiepreise

Kurzum: Gegen die steigenden Energiepreise selbst können Sie wenig machen. Sie können allerdings dafür sorgen, dass Sie weniger Energie verbrauchen bzw. Energie geschickter einkaufen. Dabei helfen Ihnen Softwarelösungen von MPDV wie das Energiemanagement in MES HYDRA X und das Planungstool APS FEDRA.

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Author: Markus DiesnerJahrgang 1977, Dipl.-Ing. (BA), Studium der Informationstechnik an der Berufsakademie Mannheim. Nach dem Studium in verschiedenen technischen Positionen und später im Produktmarketing eines großen deutschen IT-Hardwareherstellers. Seit 2012 für die MPDV Mikrolab GmbH tätig. Heute als Marketing Specialist Products zuständig für die Kommunikation von Produktneuheiten und Firmennews.

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